
Wasserball
ASC Duisburg wird Favoritenrolle gerecht – SGN unterliegt
09.02.2026
Die SG Neukölln hat in der Wasserball-Bundesliga eine erwartbare Niederlage hinnehmen müssen. Am vergangenen Samstag, 07.02.2026, unterlag das ersatzgeschwächte Berliner Team, in der heimischen Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg, dem ASC Duisburg mit 11:24 (3:6, 2:7, 3:6, 3:5). Eine Überraschung blieb damit aus. Während Duisburg seine Ambitionen in der Spitzengruppe untermauerte, verbleibt Neukölln auf Tabellenrang sieben.
Von Beginn an machte der ASC Duisburg klar, warum er zu den Topteams der Liga zählt. Mit hohem Tempo, variantenreichem Angriffsspiel und konsequenter Chancenverwertung setzten die Gäste die Neuköllner Defensive früh unter Druck. Bereits nach dem ersten Viertel hatte sich Duisburg einen Vorsprung erspielt, den der Favorit bis zur Halbzeit weiter ausbaute.
Trotz des deutlichen Spielstands zeigte die SG Neukölln jedoch phasenweise sehr ansprechenden Wasserball. Immer wieder gelang es den Berlinern, mit schnellen Kombinationen und mutigem Offensivspiel Akzente zu setzen – sehr zum Unmut des Duisburger Trainers, der seine Mannschaft in diesen Momenten lautstark zur Ordnung rief und mehrfach von der Seitenlinie aus korrigierend eingriff.
Ein entscheidender Rückhalt für Neukölln war Torhüter Connor Bruchwalski. Mit zahlreichen Paraden verhinderte er Schlimmeres und wurde trotz der vielen Gegentore verdient zum Spieler des Tages gekürt. Seine Leistung hielt das Ergebnis über weite Strecken im Rahmen.
Erschwert wurden die Berliner Bemühungen durch die angespannte Personalsituation. Aus diversen Gründen passen mussten:
Tamas Tanczer, Philipp Gottfried, Ihor Kechedzhy, David Kleine, Maximilian Costa.
Aufgrund der vielen Ausfälle setzte das Trainerteam erneut auf Nachwuchskräfte und nominierte einen weiteren Debütanten. Amar Mahmutovic wusste bei seinem ersten Bundesligaeinsatz zu überzeugen. Der erst 16-jährige U18-Spieler agierte mutig, zeigte Spielübersicht und machte seine Sache ausgezeichnet.
Nach der Pause übernahm Duisburg wieder konsequent die Kontrolle, nutzte Unkonzentriertheiten der Gastgeber und spielte den Vorsprung souverän herunter. Am Ende stand ein verdienter 24:11-Erfolg, mit dem der ASC Duisburg seine Position als Tabellendritter festigte.
Für die SG Neukölln bleibt trotz der erwartbaren Niederlage die Erkenntnis, dass Einstellung, Einsatz und die Leistungen der jungen Spieler Mut für die kommenden Aufgaben machen.
In der Tabelle verbleiben die Berliner vorerst auf Rang sieben.
Für die SG Neukölln im Einsatz waren:
Connor Bruchwalski, Lennert Rojahn (1), Aly Elaassar, Terrence Smit (1), Amar Mahmutovic, Marc Weber (3), Artur Toth (3), Tarek Chiru (2), Maxilian Sturz (1), Tim Hauschild, Illia Khristenko, John Pohle.
Trainer: Andreas Schlotterbeck und Sascha Pacyna
Maximilian Sturz erzielte mit dem 8:16 seinen 100. Bundesligatreffer für die SG Neukölln. Herzlichen Glückwunsch, Maxi.
Weiter geht es für die Herren bereits am kommenden Samstag. Um 18:00 Uhr beginnt das Anschwimmen beim Deutschen Meister WASPO 98 Hannover.
Bilder: Die Hauptstadtfotografen
Hier finden Sie weitere Eindrücke