
Wasserball
Doppelerfolg für Deutschlands Wasserball-Nachwuchs in Bečej
31.03.2026
Beim traditionsreichen Dejan Popov Memorial Tournament (27.–29. März 2026) im serbischen Bečej hat der deutsche Wasserball-Nachwuchs ein eindrucksvolles Ausrufezeichen gesetzt. In einem besonderen Finale setzte sich die U16-Auswahl des Deutschen Schwimm-Verbandes gegen die eigene U15 durch – und krönte damit ein rundum erfolgreiches Turnierwochenende.
Das jährlich ausgetragene Turnier, organisiert vom PVK Bečej, zählt zu den renommiertesten Nachwuchswettbewerben Europas. Es erinnert an den früheren Wasserballer und Funktionär Dejan Popov, der maßgeblich zur Entwicklung Bečejs als international anerkannten Ausbildungsstandort beitrug – eine Talentschmiede, aus der zahlreiche spätere Olympiasieger hervorgingen.
Für Bundestrainer Nebojsa Novoselac und sein Trainerteam war das Turnier ein erster wichtiger Gradmesser auf dem Weg zur U16-Weltmeisterschaft Ende Juli 2026 in Zagreb. Gleichzeitig bot sich die Gelegenheit, den jüngeren Jahrgang (U15) unter Wettkampfbedingungen zu sichten.
Der DSV schickte gleich zwei Mannschaften ins Rennen – eine U16 und eine U15. Beide Teams überzeugten in der Vorrunde auf ganzer Linie: Mit jeweils fünf Siegen aus fünf Spielen marschierten sie souverän durch ihre Gruppen und qualifizierten sich verdient für das Finale.
Die Spiele der Deutschen im Überblick:
GER (U16) vs. VK Baltija 16:5
GER (U15) vs. Delfin Chisinau 6:5
GER (U16) vs. Astana WPC 9:6
GER (U15) vs. SSD UniMe Messina 11:6
GER (U16) vs. CE Mediterrani 10:5
GER (U15) vs. Union Tenerife 8:4
GER (U16) vs. CD Malaga 13:8
GER (U15) vs. CN Poble Nou 11:7
GER (U16) vs. Bulgarien 13:6
GER (U15) vs. PVK Becej 6:4
GER (U15) vs. GER (U16) 5:11
Während die U16 ihrer Favoritenrolle gerecht wurde und mit spielerischer Klasse sowie taktischer Reife überzeugte, entwickelte sich die U15 zur Überraschung des Turniers. Mit großer Leidenschaft, mannschaftlicher Geschlossenheit und bemerkenswerter Nervenstärke kämpfte sich das Team von Sieg zu Sieg.
Im Endspiel kam es schließlich zum internen Duell – ein seltenes, aber umso bemerkenswerteres Szenario. Die U16 behielt die Oberhand, doch auch die U15 zeigte erneut, warum sie als Gewinner der Herzen aus dem Turnier ging.
Die deutsche Überlegenheit spiegelte sich auch in den persönlichen Ehrungen wider:
Torwarttalent Karlo Thiele (White Sharks Hannover) wurde als bester Keeper des Turniers ausgezeichnet.
Die Auszeichnungen für den besten Torschützen und den wertvollsten Spieler (MVP) gingen an den Neuköllner Jonas Seidel.
Mit Basil Blanc, Jonas Seidel, Justus Oestreich, Jasper Ruths, Luka Filipovic und Collin Bruchwalski konnten sich gleich sechs Neuköllner Leistungsträger nachhaltig für höhere Aufgaben empfehlen und dürfen weiter von einer Teilnahme an der Weltmeisterschaft träumen. Für die Neuköllner U15-Spieler Julian Konitzer und Christopher Zimmermann war das Turnier die erste große internationale Bewährungsprobe – eine, die sie mit Bravour meisterten.
Trotz des Erfolgs bleibt für das Trainerteam keine Zeit zum Zurücklehnen. Bis zur Weltmeisterschaft stehen weitere Lehrgänge an, in denen sich die Spieler erneut beweisen müssen. Die nächste Station führt die U16 Anfang Juli nach Hannover.
Für GER U16 im Einsatz waren:
Zsombor Majoczki, Erva Mustafa Isik (1), Koca Ilic (2) (SV Cannstatt), Fritz Burger (2), Nils Bulik (2) (SC DHfK Leipzig), Maximilian Loth (4), Karl Tammo Hülshoff (1) (WS Hannover), Nico Buchelt (9), Georg Metzler (2) (OSC Potsdam), Victor Galaiev (4) (SV BW Bochum), Matija Fotak (Post SV Nürnberg), Collin Bruchwalski, Luka Filipovic (3), Jasper Ruths (1), Jonas Seidel (21), Justus Oestreich (14), Basil Blanc (6) (SG Neukölln)
Trainer: Marin Restovic (Berlin) und Zoran Milenkovic (Bayern)
Für GER U15 im Einsatz waren:
Karlo Thiele, Mika Dohle (WS Hannover), Bruno Goetz (4), Maxim Lucki (OSC Potsdam), Felix Burger (6), Pepe Knab, Gustav Scholle (2) (SC DHfK Leipzig), Christopher Zimmermann (5), Julian Konitzer (4) (SG Neukölln), Anton Pirja (5), Ivan Issa Metti, Philipp Matziou (6) (SV Cannstatt), Paul Hildebrandt (3), Maxim Bjedov (2), Jannis Bonus (1) (ASC Duisburg), Jovan Dobric (Hellas Hildesheim), Moritz Schmitt, Nico Khokhobashvili (9) (Post SV Nürnberg)
Trainer: Djordje Milojkovic (Baden-Württemberg), Robin Seemann (Sachsen)
Bundestrainer Jugend: Nebojsa Novoselac (Berlin)
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