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Wasserball

Erwartetes Viertelfinal-Aus für Neukölln

04.05.2026

Trotz des klaren Ergebnisses gab es aus Sicht der SG Neukölln im zweiten Viertelfinalspiel der Wasserball-Bundesliga-Play-Offs viele ermutigende Ansätze. Beim erneuten Aufeinandertreffen mit WASPO 98 Hannover musste sich das junge Berliner Team am Samstag zwar mit 33:9 (6:2/10:3/9:2/8:2) geschlagen geben, zeigte dabei aber eine bemerkenswerte Entwicklung und großen Kampfgeist.

Bereits nach der deutlichen 7:33-Niederlage im ersten Spiel der Best-of-Three-Serie war klar, dass die Aufgabe gegen die körperlich und spielerisch überlegenen Hannoveraner enorm anspruchsvoll bleiben würde. Doch die Neuköllner, erneut mit einer extrem jungen Mannschaft im Becken – darunter drei U16-, zwei U18- und drei U20-Spielern – präsentierten sich deutlich gefestigter und mutiger.

Gerade die „jungen Wilden“ setzten immer wieder Akzente, wie z.B. die beiden 15-jährigen Center Basil Blanc und Justus Oestreich, die zahlreichen Hinausstellungen und Strafwürfe erarbeiteten sowie der erst 16-jährige Amar Mahmutovic, der seine ersten beiden Treffer in der Bundesliga erzielte – ein Moment, der sinnbildlich für den Auftritt der Berliner steht: unbekümmert, lernwillig und mit viel Potenzial.

Auch Terrence Smit überzeugte offensiv und war mit fünf Treffern der erfolgreichste Neuköllner Werfer.

Natürlich blieben Fehler gegen ein Team wie Hannover nicht aus. Technische Ungenauigkeiten, einige überhastete Entscheidungen und die körperliche Unterlegenheit wurden vom Meister konsequent bestraft. Dennoch zeigte sich, dass Neukölln im Vergleich zur Vorwoche Fortschritte gemacht hat – sowohl im Zusammenspiel als auch im individuellen Auftreten.

Mit der 0:2-Niederlage endet die Viertelfinalserie erwartungsgemäß, doch für die SG Neukölln beginnt nun die nächste wichtige Phase der Saison. Im Halbfinale um die Plätze 5 bis 8 wartet mit dem OSC Potsdam ein Gegner auf Augenhöhe. Das erste Spiel findet am 09. Mai 2026 um 16:00 Uhr im Sportbad Britz statt.

Dort wird sich zeigen, wie schnell die junge Mannschaft aus den Erfahrungen gegen einen Topgegner wie Hannover lernen kann. Die Ansätze aus dem Viertelfinale machen jedenfalls Hoffnung, dass Neukölln auch in dieser Serie mutig auftritt – und vielleicht für die eine oder andere Überraschung sorgt.

Für die SG Neukölln im Einsatz waren:

Connor Bruchwalski, Lennert Rojahn, Jonas Seidel, Terrence Smit (5), Philipp Gottfried, Basil Blanc, Marc Weber (1), Artur Toth, Justus Oestreich, Tamas Tanczer, Amar Mahmutovic (2), Ihor Kechedzhy (1), Jonas Kleiber

Trainer: Andreas Schlotterbeck