
Wasserball
Fünf Neuköllner im Aufgebot der deutschen U18-Natio
29.06.2026
Für die deutsche U18-Wasserball-Nationalmannschaft stand vom 11. bis 20. Juni 2026 eine anspruchsvolle internationale Maßnahme in Serbien auf dem Programm. Insgesamt 21 Athleten sowie drei Trainer machten sich auf den Weg nach Bečej und Novi Sad, um sich mit einigen der stärksten Nachwuchsnationen Europas zu messen.
Zunächst absolvierte die Mannschaft einen mehrtägigen Lehrgang in Bečej, ehe im Anschluss das hochkarätig besetzte Vier-Nationen-Turnier in Novi Sad folgte. Der Serbische Schwimmverband hatte die Nationalmannschaften Deutschlands, der Türkei und Ungarns eingeladen. Gastgeber Serbien komplettierte das Teilnehmerfeld.
Das Turnier diente insbesondere als wichtige Standortbestimmung und als direkte Härteprüfung auf internationalem Spitzenniveau. Für die deutsche Auswahl bot sich die Gelegenheit, wertvolle Erfahrungen gegen einige der besten Nachwuchsteams Europas zu sammeln, nachdem die Qualifikation für die World Aquatics U18-Weltmeisterschaft in Portugal leider verpasst worden war.
Besonders erfreulich aus Sicht der SG Neukölln:
Gleich fünf Spieler wurden für die Maßnahme nominiert und unterstrichen damit einmal mehr die hervorragende Nachwuchsarbeit des Vereins. Mit dabei waren Jonas Kleiber (Jahrgang 2008), Amar Mahmutovic (2009) sowie Jonas Seidel, Justus Oestreich und Basil Blanc (alle 2010). Für Justus Oestreich endete die Vorfreude allerdings frühzeitig: Aufgrund einer kurzfristigen Erkrankung konnte er die Reise nach Serbien leider nicht antreten.
Der 21-köpfige Kader wurde ergänzt durch Elias Göthke, Marian Kob und Fabian Liedtke (OSC Potsdam), Tobias Scherrible, Dimitrij Vasilev, Hannes Rogge und Anton Tuda (SV Cannstatt), Noel Palata und Jan Müller (White Sharks Hannover), Tariel Khokhobashvili und Erik Wierlemann (Post SV Nürnberg), Michael Machidenko und Til Heckershoff (SV Krefeld 72), Navin Satter und Chris Lukassen (ASC Duisburg) sowie Erik Hennig (Duisburger SV 98).
Geleitet wurde die Maßnahme von Jugend-Bundestrainer Nebojsa Novoselac. Unterstützung erhielt er von Laszlo Baksa (Olympiastützpunkt Berlin / SG Neukölln) sowie Milan Sagat (White Sharks Hannover).
Sportlich präsentierte sich die deutsche Mannschaft über weite Strecken auf Augenhöhe mit der internationalen Konkurrenz und erreichte eine insgesamt ausgeglichene Bilanz mit einem Sieg, einer Niederlage und einer denkbar knappen Entscheidung im Penalty-Schießen.
Deutschland – Türkei 18:12
Deutschland – Serbien 8:22
Deutschland – Ungarn 17:18 n. P.
Vor allem der Auftakterfolg gegen die Türkei unterstrich das vorhandene Potenzial der deutschen Nachwuchsauswahl. Gegen Gastgeber Serbien musste sich die Mannschaft der außergewöhnlichen Qualität des amtierenden Weltklassestandorts beugen. Im abschließenden Duell mit Ungarn fehlte nach einem umkämpften Spiel lediglich das letzte Quäntchen Glück, ehe die Entscheidung erst im Penalty-Schießen zugunsten der Ungarn fiel.
Auch die Neuköllner Akteure wussten zu überzeugen und sammelten wichtige Erfahrungen auf höchstem internationalem Niveau. Solche Einsätze stellen einen bedeutenden Entwicklungsschritt dar und sind zugleich eine wertvolle Investition in die sportliche Zukunft.
Am Samstag, 20. Juni 2026, kehrten die Spieler in ihre Heimatvereine zurück. Für die Athleten des Jahrgangs 2008 bedeutete die Maßnahme gleichzeitig einen besonderen Abschied: Es war ihr letzter Einsatz in der Altersklasse U18. Nach der Sommerpause gehören sie offiziell dem U20-Bereich an und schlagen damit das nächste Kapitel ihrer sportlichen Laufbahn auf.
Torschützen der deutschen Auswahl:
Tobias Scherrible (9), Dimitrij Vasilev (8), Erik Hennig und Noel Palata (je 6), Michael Machidenko (4), Marian Kob, Elias Göthke und Jonas Seidel (je 3), Tariel Khokhobashvili (2) sowie Basil Blanc (1).
Die erneute starke Präsenz von gleich fünf Neuköllner Nachwuchsspielern im Kreis der U18-Nationalmannschaft ist ein eindrucksvoller Beleg für die kontinuierlich erfolgreiche Talentförderung der SG Neukölln und bestätigt einmal mehr die hervorragende Arbeit, die seit Jahren im Berliner Traditionsverein geleistet wird.