
Wasserball
Keine Überraschung im Playoff Hinspiel
27.04.2026
Im ersten Spiel der Best-of-Three-Serie im Viertelfinale der Wasserball-Bundesliga hat sich die erwartete Rollenverteilung eindrucksvoll bestätigt: WASPO 98 Hannover ließ der SG Neukölln am 18.04.26 beim deutlichen 7:33 Auswärtssieg keine Chance und unterstrich eindrucksvoll seine nationale und internationale Klasse.
Schon vor der Partie war die Ausgangslage klar umrissen – David gegen Goliath, Amateure gegen ein Ensemble von Vollprofis. Hannover reist als amtierender deutscher Meister und Pokalsieger an, zudem mit der Teilnahme am Final-8 der Champions League im Rücken. Entsprechend selbstbewusst und dominant trat das Team auch in Berlin auf.
Von Beginn an setzte Hannover auf aggressives Pressing über das gesamte Feld. Diese Taktik zeigte sofort Wirkung: Neukölln hatte große Probleme im Spielaufbau, verlor früh den Rhythmus und kam phasenweise kaum kontrolliert über die Mittellinie. Die Gäste nutzten Ballgewinne konsequent aus und schalteten blitzschnell um, sodass bereits nach wenigen Minuten kein Zweifel mehr am Spielverlauf bestand.
Offensiv agierte die SG Neukölln zudem zu statisch. Es fehlte an Bewegung ohne Ball, an Durchschlagskraft und an kreativen Lösungen gegen die kompakte Defensive der Niedersachsen.
Auch in der Defensive war zu wenig Bewegung. Die Zone agierte statisch, so dass Hannover immer wieder zu ungestörten Abschlüssen aus der zweiten Reihe kam.
Das Endergebnis von 7:33 (0:10/4:6/2:8/1:9) spiegelt die Kräfteverhältnisse deutlich wider und kommt keineswegs überraschend. Vielmehr zeigt es die enorme Kluft zwischen einem international etablierten Spitzenteam und einer Mannschaft, die sich auf nationaler Ebene achtbar schlägt, aber gegen diese Qualität überfordert ist.
Für die SG Neukölln im Einsatz waren:
Connor Bruchwalski, Lennert Rojahn, Aly Elaassar (1), Terrence Smit, Philipp Gottfried, David Kleine (1), Marc Weber (2), Artur Toth (1), Tarek Chiru, Tamas Tanczer (1), Amar Mahmutovic, Ihor Kechedzhy (1), John Pohle, Jonas Kleiber
Trainer: Andreas Schlotterbeck und Sascha Pacyna
Hier finden Sie weitere Eindrücke