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Wasserball

Neukölln II unterliegt mit Rumpftruppe in Erfurt

27.04.2026

Die Vorzeichen für die Partie in der Wasserball Liga Ost zwischen dem Erfurter SSC und der SG Neukölln II hätten kaum schwieriger sein können – und dennoch verkaufte sich das Berliner Team über weite Strecken beachtlich.

Durch parallele Einsätze in der Bundesliga sowie im Jugendbereich trat Neukölln die Reise am 18.04.26 nach Erfurt mit lediglich acht Spielern an. Eine denkbar ungünstige Ausgangslage in einem intensiven Auswärtsspiel, das von Beginn an hohe physische Anforderungen stellte.

Trotz der personellen Engpässe zeigte die SG Neukölln II zunächst eine engagierte Leistung. Mit viel Einsatz, Disziplin und mannschaftlicher Geschlossenheit hielten die Berliner die Partie lange offen und begegneten dem Gastgeber auf Augenhöhe. Immer wieder gelang es, offensive Akzente zu setzen und sich gegen die zunehmend druckvolle Spielweise des Erfurter SSC zu behaupten.

Mit fortschreitender Spielzeit machte sich jedoch die dünne Personaldecke immer stärker bemerkbar. Die Kräfte ließen nach, während Erfurt das Tempo hochhielt. Die entscheidende Phase folgte im Schlussviertel: Nach weiteren Herausstellungen musste Neukölln die letzten Minuten dauerhaft in Unterzahl bestreiten – ein Umstand, der auf diesem Niveau kaum zu kompensieren ist.

So kam es, wie es unter diesen Bedingungen kommen musste: Erfurt nutzte die Überzahl konsequent aus und setzte sich am Ende deutlich mit 20:13 (5:4/3:3/7:4/5:2) durch. Das Ergebnis fällt klar aus, spiegelt jedoch nur bedingt den kämpferischen Auftritt der Berliner wider, die unter schwierigen Voraussetzungen lange dagegenhielten.

Für die SG Neukölln II gilt es nun, den Blick schnell nach vorne zu richten. Am 9. und 10. Mai wartet ein anspruchsvoller Doppelspieltag gegen zwei der Top-Teams der Liga, den ASC Brandenburg und den OSC Potsdam II. Mit hoffentlich breiterem Kader und den gesammelten Erfahrungen aus Erfurt will das Team dort wieder angreifen.

Für die SGN II im Einsatz waren:

Ilias Demirel, Timo Laufer (2), Illia Khristenko (5), Veit Hoffmann (1), Aners Helac (2), Leon Zyadeh (1), Tim Hauschild, Jan Schumacher (2)

Trainer: Domokos Kovacs