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Wasserball

Neukölln unterliegt den Orcas deutlich

03.03.2026

In der heimischen Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg empfing die SG Neukölln am Mittwochabend, 25.02.2026, den favorisierten OSC Potsdam. Die Partie der Wasserball-Bundesliga war im Vorfeld verlegt worden, da die „Orcas“ aufgrund ihres Auftritts im Conference Cup terminlich gebunden waren.

Am Ende stand aus Berliner Sicht eine 5:14-Niederlage (2:3/1:1/0:4/2:6) – ein Resultat, das in dieser Deutlichkeit nach einer hochumkämpften ersten Halbzeit nicht unbedingt zu erwarten gewesen war.

Neukölln begann konzentriert und diszipliniert. In der Defensive arbeitete das Team engmaschig, störte frühzeitig die Potsdamer Angriffe und zwang die Gäste zu schwierigen Abschlüssen. Auch im eigenen Ballbesitz agierten die Berliner geduldig, suchten klare Wurfpositionen und nutzten ihre wenigen Chancen konsequent.

Zur Halbzeitpause stand es lediglich 3:4 – ein Zwischenstand, der die engagierte Leistung der Gastgeber widerspiegelte. Die Partie war offen, intensiv geführt und taktisch geprägt. Potsdam tat sich schwer, sein gewohnt variables Angriffsspiel zu entfalten, während Neukölln mit mannschaftlicher Geschlossenheit überzeugte.

Erst im weiteren Verlauf zeigte sich die Klasse der Gäste deutlicher. Der Tabellenvierte erhöhte das Tempo, kam vermehrt über Distanzwürfe zum Erfolg und nutzte seine Möglichkeiten nun deutlich effizienter. Mehrere Treffer aus der zweiten Reihe brachten die Entscheidung, während Neukölln im Abschluss nicht mehr die gleiche Durchschlagskraft entwickeln konnte wie noch vor der Pause.

Das Endergebnis von 5:14 fiel letztlich klar aus, spiegelt jedoch nicht vollständig wider, wie lange die Berliner das Spiel offen gestalten konnten.

Unabhängig vom Resultat stand ein Spieler besonders im Fokus: Tarek Chiru absolvierte sein 125. Bundesligaspiel für die SG Neukölln. Ein Meilenstein, der seine langjährige Konstanz und seine Identifikation mit dem Verein unterstreicht. Mit großem Einsatz geht er stets voran und übernimmt Verantwortung – ein wichtiges Signal für die Mannschaft, gerade in anspruchsvollen Begegnungen.

Auch wenn die Punkte letztlich nach Potsdam gingen, konnte Neukölln insbesondere aus der ersten Halbzeit viel Positives mitnehmen. Die kompakte Defensive, die taktische Disziplin und die Bereitschaft, gegen einen spielerisch starken Gegner dagegenzuhalten, zeigen die Entwicklung der Mannschaft.

Mit mehr Konstanz über die gesamte Spielzeit und etwas größerer Effizienz im Abschluss wäre ein engeres Resultat möglich gewesen.

Für die SG Neukölln im Einsatz waren:

Connor Bruchwalski, Lennert Rojahn, Aly Elaassar, Terrence Smit (1), Philipp Gottfried (1), David Kleine (1), Marc Weber (1), Artur Toth, Tarek Chiru, Tamas Tanczer (1), Amar Mahmutovic, Ihor Kechedzhy (1), John Pohle, Jonas Kleiber.

Trainer: Andreas Schlotterbeck, Sascha Pacyna, Amelie Garbe