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Wasserball

Neukölln verliert die Serie mit 1:2

26.05.2026

Im Potsdamer „blu“ lieferten sich die Wasserballer des OSC Potsdam und der SG Neukölln Wochenende, vom 16.05. bis 17.05.2026 zwei intensive Play-off-Duelle mit völlig unterschiedlichem Verlauf. Nach der bitteren Auftaktniederlage im ersten Spiel der Best-of-three-Serie – entschieden erst im 5-Meter-Schießen – stand Neukölln am Samstag bereits mit dem Rücken zur Wand. Doch die Berliner bewiesen Moral, Nervenstärke und Kampfgeist.

Mit einem leidenschaftlich erarbeiteten 10:8-Erfolg (2:2/4:3/2:3/0:2) erzwang die SG Neukölln ein entscheidendes drittes Spiel am Sonntag. Die Mannschaft zeigte dabei genau die Tugenden, die nach dem unglücklichen Serienauftakt gefragt waren: defensive Stabilität, mannschaftliche Geschlossenheit und die nötige Ruhe in den entscheidenden Momenten.

Im alles entscheidenden dritten Duell gelang es den Neuköllnern jedoch nicht mehr, an diese Leistung anzuknüpfen. Von Beginn an wirkte das Team zu hektisch und in vielen Aktionen wenig strukturiert. Die nervliche Anspannung war deutlich spürbar – und die Potsdamer Orcas nutzten dies eiskalt aus. Die Gastgeber gingen früh mit 2:0 in Führung und gewannen dadurch sichtbar an Sicherheit.

Zwar gelang Neukölln durch einen Doppelpack des erst 15-jährigen Jugend-Nationalspielers Justus Oestreich zwischenzeitlich der Ausgleich, doch ein nachhaltiger Wendepunkt war dies nicht. Potsdam spielte sich anschließend in einen Rausch und schwamm den Berlinern bis auf 7:2 davon.

Besonders bitter aus Neuköllner Sicht: Die zahlreichen Überzahlsituationen blieben – bis auf wenige Ausnahmen – ungenutzt. Auf der anderen Seite präsentierten sich die Gastgeber in Überzahl deutlich effizienter. Genau dort lag am Sonntag letztlich der entscheidende Unterschied. Hinzu kam, dass Neukölln durch Undiszipliniertheiten früh drei wichtige Spieler aus der ersten Sieben verlor – ein zusätzlicher Rückschlag in einer ohnehin schwierigen Partie. Logische Konsequenz war der Endstand von 17:9 (4:2/5:1/3:5/5:1).

Trotz des Ausscheidens gab es auf Berliner Seite auch klare Lichtblicke. Die beiden erst 15-jährigen Jugend-Nationalspieler Jonas Seidel und Justus Oestreich überzeugten nicht nur mit mutigen Auftritten, sondern drückten beiden Begegnungen phasenweise sogar ihren Stempel auf. Bemerkenswert: Neben den beiden Play-off-Partien absolvierten die Nachwuchstalente am selben Wochenende zusätzlich noch drei Spiele in der U18 – insgesamt also fünf Spiele innerhalb von nur 24 Stunden.

Auch abseits des Beckens schrieb das Wochenende seine Geschichten. Neuköllns Centerverteidiger Ihor Kechedzhy sicherte sich im ersten Spiel des Wochenendes die Auszeichnung als „Spieler des Tages“. Zudem absolvierte Routinier David Kleine sein 125. Pflichtspiel für die SG Neukölln.

Für die SG Neukölln im Einsatz waren:

Connor Bruchwalski, Lennert Rojahn, Aly Elaassar (3), Terrence Smit (1), Philipp Gottfried (3), David Kleine, Marc Weber, Artur Toth (2), Tarek Chiru, Tamas Tanczer (1), Justus Oestreich (5), Ihor Kechedzhy (4), Illia Khristenko, Jonas Seidel, Jonas Kleiber

Trainer: Andreas Schlotterbeck, Sascha Pacyna