Bild

Wasserball

Neuköllner Minis gewinnen Bronze

19.01.2026

Am Wochenende vom 10. bis 11. Januar 2026 wurde es für die U12-Wasserballer der SG Neukölln ernst: In der Zwickauer Glück-Auf-Schwimmhalle kämpfte der Nachwuchs um den Titel des Ostdeutschen Meisters.

Sechs Mannschaften hatten sich für das hochklassig besetzte Turnier qualifiziert. Neben den Vorrundensiegern SG Neukölln und Erfurter SSC gingen der Gastgeber SV Zwickau von 1904, der OSC Potsdam, der SC DHfK Leipzig sowie die Wasserfreunde Spandau 04 an den Start.

Zunächst wurden in den Qualifikationsspielen Leipzig gegen Potsdam sowie Zwickau gegen Spandau die beiden Teams ermittelt, die zusammen mit Neukölln und Erfurt um die Medaillen kämpfen durften. Hier setzten sich der OSC Potsdam und die Wasserfreunde Spandau 04 durch.

Als Vorrundensieger ging das Team von SGN-Trainer Florian Seele durchaus mit einer Favoritenrolle in die Endrunde, war sich jedoch bewusst, dass Tagesform und Nervenstärke entscheidend sein würden.

Im ersten Spiel traf Neukölln auf den Berliner Lokalrivalen Wasserfreunde Spandau 04, die bereits ein kräftezehrendes Qualifikationsspiel absolviert hatten. Davon war jedoch wenig zu spüren: Es entwickelte sich ein intensives und spannendes Duell auf Augenhöhe. Dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung behielt die SG Neukölln am Ende knapp, aber verdient mit 10:9 (1:3/5:2/1:2/3:2) die Oberhand.

Am Sonntagmorgen wartete mit dem OSC Potsdam der nächste schwere Gegner. Die Potsdamer hatten zuvor sowohl das Qualifikationsspiel als auch ihr erstes Meisterschaftsspiel gegen Erfurt gewonnen und damit ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt. Nach einem ausgeglichenen ersten Viertel musste die SG Neukölln dem hohen Tempo Tribut zollen. Die Partie ging überraschend deutlich mit 4:16 (1:2/0:3/1:6/2:5) verloren.

Damit war der Traum von Gold zwar geplatzt, doch im abschließenden Spiel gegen den Erfurter SSC ging es noch um die Silbermedaille. Der Start verlief zunächst holprig: Neukölln geriet schnell mit 2:0 in Rückstand. Die Mannschaft zeigte jedoch große Moral, kämpfte sich eindrucksvoll zurück und ging mit einer 3:4-Führung in die Halbzeitpause. Nach einem torarmen dritten Viertel, in dem lediglich den Thüringern ein Treffer gelang, ging es mit 4:4 in den Schlussabschnitt. Auch dort blieb es lange spannend. Erst kurz vor Ende gelang Erfurt die entscheidenden Treffer. Zwar verkürzte Henning Stenzel noch auf 6:5 (3:2/0:2/1:0/2:1), doch mehr war nicht mehr möglich.

Trotz der knappen Niederlage durfte sich die SG Neukölln über die Bronzemedaille freuen. Eine starke Leistung bei einem hochkarätig besetzten Turnier, auf die Spieler und Trainer gleichermaßen stolz sein können. Bereits in wenigen Wochen bietet sich bei der Vorrunde des Ostdeutschen Wasserball-Pokals die Chance zur Revanche.

Für die SG Neukölln im Einsatz:

Joshua Karolczak, Henning Stenzel (10 Tore), Henrik Schimmelpfennig (1), Elias Neumann (1), Amon Delepine, Finn Graf (1), Niklas Beier (5), Jonas Wege, Mijo Wilting (1), Lino Lasnia, Luca Niems

Trainer: Florian Seele, Karsten Jurk