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Wasserball

Neuköllner Minis on Tour

26.01.2026

Aufgrund des Aushelfens zahlreicher Spieler bei der U14, eine kurzfristige Umstellung des Spielplans und ohne u12 Coach Florian Seele, ging es mit sehr gemischten Gefühlen und einer anderen Trainerbank am Sonntag, den 18.01.2026 für die u12 nach Rostock. In Absprache mit Flo Seele war der eigentliche Plan, auf das zweite Spiel zu verzichten, da wir wissen, dass es für einige Spieler noch eine zu hohe Belastung ist, so kurz hintereinander zu spielen. Die Überlegung ging dahin, ein verkürztes Trainingsspiel zu machen, um den Kindern den Druck zu nehmen und trotzdem Spielpraxis zu sammeln…aber es sollte ganz anders kommen.

Das erste Spiel SG Neukölln gegen Warnemünde startete sehr verhalten. Es war ein Abtasten mit wenigen Aktionen auf beiden Seiten, die bis zum Ende gespielt wurden. Daher stand nach dem ersten Viertel „nur“ ein 1:0 auf der Anzeigetafel.

Im zweiten Viertel änderte sich das… die Neuköllner Jungs fingen an, Wasserball zu spielen und zu zeigen, was das viele Training bringt. So endete der zweite Durchgang mit 6:2.

Im dritten Durchgang wurde dann viel gewechselt und jeder Spieler sammelte fleißig Spielzeit. Dies schlug sich dann auch auf der Anzeige nieder, auf der am Ende des dritten Viertels ein 8:6 stand.

Im vierten Viertel brach dann Nervosität aus, nachdem durch ein schnelles Tor von der Mittellinie und einem verwandelten Strafwurf plötzlich ein Unentschieden auf der Anzeige stand. Zehn Sekunden später führte Warnemünde und mobilisierte jetzt die letzten Reserven. Die, zu dem Zeitpunkt wieder eingewechselte Start-6, hielt gut mit und hatte 15 Sekunden vor Schluss den vermeidlich entscheidenden Treffer zum 11:10 gemacht. Warnemüde aber sah das anders, gab noch mal alles und versenkte 4 Sekunden vor Schluss den Ball im Neuköllner Tor.

Die Jungs waren sauer über die Schiedsrichter, die -für u12 Verhältnisse - recht harte Spielweise des Gegners und sich selbst. Die Trainerbank kam zu dem Entschluss, dass der Wechsel zurück zur Start-6 zu spät kam. Dieses Unentschieden fühlte sich für alle, nach der anfänglichen Überlegenheit im Wasser, nach einer enttäuschenden Niederlage an.

Warnemünde hat vor unserem Spiel gegen Poseidon Hamburg gespielt und die Partie mit 6:5 gewonnen. Somit war klar, dass Poseidon auf Augenhöhe mit Warnemünde und auch noch ausgeruhter als unsere Jungs sind. In einer kurzen Teambesprechung wurde dann von den Jungs einstimmig entschieden, dass man gegen den zweitplatzierten des letzten Jahres nicht nur ein Trainingsspiel machen will. Nach diesem Entschluss gab es Anfragen von neueren Spielern, ob die „guten“ mehr spielen könnten, wenn man selbst auf Einsatzzeit verzichtet, damit man einen Sieg holt. Mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch ging es dann nach 40 Minuten mit Poseidon Hamburg ins Wasser.

Was dann passierte ließ das Trainerherz höherschlagen. Das erste Viertel endete mit 1:5 für die Neuköllner, die - diesmal mit den dunklen Kappen - deutlich konzentrierter spielten. Trotz diverser Wechsel im zweiten Viertel, konnten sich „Neulinge“ und „Rückkehrer“ mit 4 Treffern ins Spielprotokoll eintragen lassen, nur ein Treffer wurde durch einen „alten Hasen“ erzielt. Es wurde geschwommen, gepasst, gekämpft, verlorene Bälle zurückerobert und es war eine Mannschaft im Wasser, bei der jeder Spieler ins Spiel integriert war und sein Bestes gab. Das wurde belohnt mit einem 2:10 auf der Ergebnisanzeige.

Im dritten Viertel machte sich dann die verkürzte Erholungspause bemerkbar. Es gab nur einen Treffer für Neukölln, aber auf der anderen Seite wurde auch nichts zugelassen, so dass das Viertel Ergebnis auf 2:11 erhöht. In der Pause wurde nochmal ordentlich motiviert und gepusht. Jetzt verzichteten erfahrene Spieler auf Einsatzzeit, damit die weniger erfahrenen Spieler spielen können.

Im vierten Viertel legten die Jungs wieder eine Schippe drauf. Das Viertel selbst ging zwar „nur“ 3:3 aus, allerdings haben alle 3 Tore die „neuen“ Jungs erzielt – was für die Qualität spricht, die in dieser Mannschaft vorhanden ist.

Dieser Sonntag hat gezeigt, dass sich das harte Training bezahlt macht. Die Jungs hatten Spaß und waren konditionell schon weiter, als es von der Trainerseite erwartet wurde.

Für die SG Neukölln im Einsatz waren:

Luca N., Joker (5), Janneck, Elias (4), Ben, Luca S. (3), Finn (5), Qian (1), Jonas (4), Simon, Lino (2) und Emil

-karstenjurk-

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