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Wasserball

Neuköllns U16 holt zum dritten Mal in Folge den Titel

26.05.2026

Die U16 der SG Neukölln hat ihre Favoritenrolle beim Final-4 der Deutschen Wasserballmeisterschaft eindrucksvoll bestätigt und sich am 23. und 24. Mai 2026 im Potsdamer Sport- und Freizeitbad „Blu“ souverän den Deutschen Meistertitel gesichert. Gegen die stärksten Nachwuchsteams des Landes präsentierte sich der Titelverteidiger spielerisch, körperlich und taktisch auf höchstem Niveau und ließ keinen Zweifel daran, wer derzeit die Nummer eins im deutschen U16-Wasserball ist.

Neben der SG Neukölln hatten sich Gastgeber OSC Potsdam, die White Sharks Hannover sowie der SC DHfK Leipzig für das Finalturnier qualifiziert. Bereits im Auftaktspiel gegen Hannover setzte die SGN ein erstes Ausrufezeichen. Die Berliner waren den Niedersachsen in allen Belangen überlegen und dominierten die Partie von Beginn an. Vor allem am Center war Neukölln kaum zu stoppen. Angeführt vom überragenden Justus Oestreich, der gleich neun Treffer erzielte, fegte die SGN die White Sharks mit 25:8 (7:1/6:2/7:3/5:2) aus dem Becken.

Auch im zweiten Turnierspiel gegen den SC DHfK Leipzig ließ Neukölln nichts anbrennen. Schon nach dem ersten Viertel stand es 11:1, zur Halbzeit 14:2 – die Partie war früh entschieden. Die Trainer nutzten die deutliche Führung, um erneut allen Spielern viel Einsatzzeit zu geben, ohne dass das Niveau darunter litt. Am Ende stand ein ungefährdeter 20:6-Erfolg (11:1/3:1/3:2/3:2). Besonders treffsicher präsentierten sich Basil Blanc mit sechs sowie Jonas Seidel mit fünf Toren.

Damit kam es im letzten Spiel des Turniers zum erhofften Endspiel um die Goldmedaille gegen Gastgeber OSC Potsdam. Der Spielplan hätte spannender kaum sein können. Potsdams erfahrener Trainer Andre Laube hatte sich für eine mutige taktische Variante entschieden: Mit einer tiefen Zonenverteidigung sollte vor allem das starke Neuköllner Centerspiel unterbunden werden. Gleichzeitig verlagerte sich die Verantwortung auf die Berliner Rückraumspieler.

Diese Strategie zeigte zunächst Wirkung. Neukölln tat sich im Abschluss ungewohnt schwer, die Würfe aus der Distanz waren nicht präzise genug und so entwickelte sich zunächst eine vergleichsweise torarme Begegnung. Dennoch führte die SGN zur Halbzeit bereits mit 9:3 und hatte die Partie jederzeit unter Kontrolle.

Mit zunehmender Spielzeit setzte sich jedoch die enorme individuelle Klasse der Neuköllner immer deutlicher durch. Die Defensive arbeitete konzentriert, im Angriff fand der Titelverteidiger immer bessere Lösungen gegen die Potsdamer Zone. Vor allem Justus Oestreich war erneut kaum zu bremsen und glänzte auch im Finale mit sechs Treffern. Am Ende gewann die SG Neukölln das „Finale“ deutlich mit 15:7 (6:2/3:1/4:1/2:3) und verteidigte damit eindrucksvoll den nationalen Titel.

Für die SG Neukölln war es bereits die dritte Deutsche U16-Meisterschaft in Folge – ein weiterer Beleg für die herausragende Nachwuchsarbeit des Vereins. Auch die individuellen Auszeichnungen gingen nach Berlin: Basil Blanc wurde zum wertvollsten Spieler (MVP) des Turniers gewählt, während Justus Oestreich mit insgesamt 17 Treffern in drei Spielen als bester Torschütze ausgezeichnet wurde.

Besonders bemerkenswert war dabei nicht nur die individuelle Qualität einzelner Spieler, sondern die enorme Geschlossenheit und Tiefe des gesamten Kaders. Die SGN dominierte das Turnier mit hoher Intensität, großer Spielfreude und beeindruckender Variabilität.

Zeit zum Feiern bleibt allerdings kaum. Für einen Großteil der Mannschaft geht die Saison direkt weiter: Rund zwei Drittel des Teams gehören gleichzeitig auch zum erfolgreichen U18-Kader der SG Neukölln, der in zwei Wochen in Stuttgart um die Deutsche Meisterschaft kämpfen wird. Die nächste Titelchance wartet also bereits.

Für die SG Neukölln im Einsatz waren:

Collin Bruchwalski, Julian Konitzer (7), Justus Oestreich (17), Jasper Ruths (3), Louka Stavrakakis, Liam Klemz (1), Luka Filipovic (3), Jonas Seidel (12), Lean Hellinger, Andrej Dukic (1), Lyonel Prantel (1), Basil Blanc (10), Moritz Felke, Christopher Zimmermann (5), Benjamin Beck

Trainer: Laszlo Baksa, Raphael Rösch, Robert Stübert

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