
Wasserball
Trainingslager der U10/U12 in Hódmezővásárhely (Ungarn)
03.05.2026
Am 27.03. um 19:30 Uhr trafen sich 16 Wasserballer, um zur Vorbereitung auf den deutschen Wasserballpokal ins Trainingslager zu fahren. Im Schlafwagen ging es innerhalb von 12 Stunden nach Budapest. Apropos Schlaf: Mit Schlafen war bei den meisten wenig – die Aufregung auf die bevorstehende Zeit war einfach zu groß. So kam man, anders als geplant, nicht wirklich ausgeschlafen in Hódmezővásárhely an.
Nachdem die Hotelzimmer eingeteilt und die Quartiere bezogen waren, ging es zunächst zum Mittagessen. Anschließend wurde erstmals die etwa zehn Gehminuten entfernte Sportanlage aufgesucht und ausführlich inspiziert. Die Trainingsmöglichkeiten vor Ort waren nahezu paradiesisch: Neben einer 33,5 x 25 m großen Wasserballhalle standen im Innenbereich ein 50 x 20 m sowie ein 23 x 20 m großes Becken zur Verfügung. Der Außenbereich bot zusätzlich ein 50 m Sportbecken, das dank Erdwärmeheizung ganzjährig 26–30 °C warm ist, ein 20 x 15 m großes Lehrschwimmbecken mit 32–34 °C sowie ein ähnlich großes Entspannungsbecken mit etwa 38 °C.
Aufgrund des Schlafmangels wurde das ursprünglich geplante Spiel gegen eine ungarische Mannschaft abgesagt. Stattdessen verbrachte man die Nachmittagseinheit mit Fußball sowie einem ersten Mannschaftstraining in der Wasserballhalle. Anschließend ging es zurück ins Hotel zum Abendessen. Danach folgte noch eine kurze Analyse eines der letzten Spiele.
Die folgenden Tage liefen im Wesentlichen nach dem gleichen Schema ab:
Um 6:00 Uhr war Wecken angesagt. Schwimmsachen wurden gepackt, in der Lobby schnell ein Kakao getrunken, und um 6:30 Uhr ging es bereits zur ersten Trainingseinheit. Vor der Schwimmanlage wurde am ersten Tag abgestimmt, ob in der Halle oder draußen trainiert werden sollte. Da mehr als die Hälfte der Kinder bereits im Vorjahr vor Ort gewesen war und die anderen bei der Besichtigung die warmen Becken kennengelernt hatten, fiel die Entscheidung – trotz einstelliger Außentemperaturen – einstimmig auf das Außentraining. Schließlich konnte man sich danach in den warmen Becken entspannen.
Gegen 7:00 Uhr sprangen die Spieler nach dem Aufwärmen ins Wasser. Nach rund 1,5 Kilometern Schwimmen hatte man sich das Frühstück verdient und konnte sich zunächst noch etwa 30 Minuten im warmen Becken erholen. Danach ging es zurück ins Hotel zum Frühstück. Im Anschluss schrieben die Kinder Tagebuch, um ihre Eindrücke vom Vortag festzuhalten.
Um 10:30 Uhr traf sich die Gruppe erneut vor dem Hotel, um von 11:00 bis 13:00 Uhr in der Wasserballhalle zu trainieren und gezielt an Technik und Spiel zu arbeiten. Nach dem Mittagessen folgte etwa eine Stunde Freizeit – es wurde gespielt, gequatscht oder auch ein kurzer Mittagsschlaf gehalten. Von 16:00 bis 18:00 Uhr stand dann die letzte Wassereinheit des Tages an. Nach dem Einschwimmen wurde hier meist gespielt, entweder gegen lokale Mannschaften oder innerhalb des Teams.
Nach dem Training ging es zurück ins Hotel, wo um 19:00 Uhr das Abendessen stattfand. Ursprünglich waren danach noch taktische Besprechungen oder Teambuilding-Aktivitäten geplant. Doch als bereits am zweiten Abend während eines Films die ersten Kinder gegen 20:15 Uhr fragten, ob sie schlafen gehen dürften, entschieden die Trainer, den abendlichen Taktikteil für den Rest des Trainingslagers zu streichen.
Es wurde deutlich, dass die ungarischen Mannschaften – auch aufgrund ihres früheren Einstiegs in den Wasserballsport (in Ungarn bereits ab etwa sechs Jahren möglich) – technisch weiter ausgebildet sind. Unsere Jungs überzeugten jedoch durch einen starken Teamgeist, der im Wasser dazu beitrug, dass die Ungarn diesen Vorteil nicht in deutlichere Ergebnisse umsetzen konnten. Für alle Beteiligten war es eine intensive Zeit, in der jeder seine sportlichen Grenzen erweitern konnte.
Als es am Ostersamstag zurück nach Budapest ging, um von dort im Schlafwagen die Heimreise nach Berlin anzutreten, war allen klar: Diesmal würde im Zug geschlafen werden. Am Ostersonntagmorgen wurden die Kinder dann in Berlin von ihren Eltern empfangen. Wie einige Eltern berichteten, fiel der Ostersonntag für viele entsprechend ruhig aus – das Trainingslager forderte seinen Tribut.
Im Namen der Mannschaft möchten wir uns herzlich beim Förderverein bedanken, der durch seine finanzielle Unterstützung einen besonderen Nachmittag ermöglicht hat. Bei sonnigem Wetter konnte die Mannschaft gemeinsam in einem Park entspannen, ein Eis genießen und sich später bei einem abwechslungsreichen Abendessen mit Pizza stärken.
kju/fsee
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